Mrz 262012
 

Was ich gemacht habe, fragt ihr euch. Das kann ich euch genau sagen. Es ist Jagdsaison, Freunde, und so lag ich seit dem letzten Blogeintrag auf der Lauer in den Leipziger Auwäldern. Tage und Nächte habe ich zugebracht in Schmutz, Kälte, Frost und TV-befreiter Zone, um den Moment nicht zu verpassen, wenn die Nerzaale sich aus ihren kleinen hässlichen Winterquartieren pelzen und zum Cospudener See ziehen wollen, um dort den Sommer nebst Frühjahr auf einer Liege mit etlichen Kästen Sternburg Export zu verbringen. Zwei von ihnen blieb dieses idyllische Asozialenleben nun für immer verwährt. Da brauchen wir jetzt auch nicht drumrum reden: Die sind sowas von tot und mittlerweile auch verdaut. Ich habe sie erlegt, rasiert, gewaschen, eingekräutert, gedünstet (was für Nerzaale die bekömmlichste Zubereitungsart ist) und mit guten Freunden verschmaust. Ein Fest, diese Nerzaalsaison.

Wem das alles komisch vorkommt und / oder wer Hunger auf einen eigenen Nerzaal hat, dem sei das Rezept dazu ans Herz gelegt. Mahlzeit.

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