Als ich frisch aus dem Urlaub zurück war, war Westpaket-Flohmarkt auf der Karl-Heine-Straße und das war schön und als ich limonadeschlürfend und traurig ob der nichtexistenten Schnäppchen zum Mittelklassewagen des Freunds schlurfte, da lag das hier auf der Straße vor einem Stand von zwei Mädchen:
Was man jetzt nicht erkennt: Das Ding ist auf Leinwand gesprüht und ungefähr so groß wie ein A4-Blatt und was ihr sicher wisst: Das Ding war schnell ins Herzel der Frau Hansen durchgedrungen. Ich frage also das eine Mädchen, wie viel sie für das Bild will, sie sagt ganz verstohlen und bisschen unsicher: “Naja, also so vier Euro würde ich dafür schon noch haben wollen…” und ich sage ganz weltmännisch und gönnerhaft: “Na gut, dann nehm ich das mit.” und gebe dem Mädchen vier Euro und nehme das Bild mit und hüpfe heimwärts.
Jetzt hängt das Bild schön an der Raufasertapete im Hansenschen Heim und bei mir hat sich jetzt neben der Freude darüber ein bisschen Traurigkeit breit gemacht, weil: Vier Euro kostet doch alleine bestimmt schon mal die Leinwand und da habe ich aber noch keine Sprühdosenfarbe dafür gekriegt und schon gar nicht das Vermögen des Streetartists. Was ich damit sagen will: Ich glaube, das Mädchen wusste nicht, was es tat und ich habe das Bild unter Wert gekauft. Deshalb will ich das Ganze wenigstens hier ein bisschen nichtkommerziell aufwerten.
Und für euch gibt’s dank des Bilds ein lustiges Memory-Spiel: Findet das Straßenwandpendant in der Gallery, aber wenn ihr einmal falsch getippt habt, dann müsst ihr das Bild wieder umdrehen und neu beginnen. Verstanden?
Los geht’s,
Streetartresterampe-Hansen.




