Ach, Freunde des iPhones oder der Genugtuung, ich bekam letzte Woche einen Artikel zugetragen, der runter geht wie Öl und den ich dem geneigten Blogleser nicht vorenthalten kann. Kurze Zusammenfassung: iPhone-Besitzer verhalten sich so wie Geiseln, die am Stockholm-Syndrom leiden. Dieses Syndrom wurde bei Entführungsopfern beobachtet: Als Reaktion auf den psychischen Druck der Geiselnahme zeigen die Betroffenen Sympathie und Verständnis für ihren Geiselnehmer.
Und was hat das jetzt mit dem iPhone zu tun? Also, laut Artikel sind die Besitzer der Überwasserwaage einem mächtigen Selbstbetrug aufgesessen. Sie stehen hinter ihrem Geiselnehmer, dem iPhone, egal was passiert. Zwar sei das iPhone ohne Zweifel schick designt und fantastisch zu bedienen, aber es gibt dennoch Mankos: Die ersten Geräte zum Beispiel konnten keine MMS verschicken oder keine SMS weiterleiten. Es kann nicht mehrere Anwendungen gleichzeitig ausführen und der Akku kann nicht ausgetauscht werden. Es gibt wohl noch mehr Mängel, die eine dänische Beraterfirma aufgelistet hat.
Interessant wird’s, wenn man iPhone-User mit diesen Mängeln konfrontiert. Die nehmen das geliebte Gerät dann nämlich ohne Wenn und Aber in Schutz, meist mit dem Argument: “Die Funktion braucht man ja auch gar nicht.” Also: Auch wenn der Geiselnehmer böse ist, hat man ihn trotzdem unheimlich gern, weil das die Psyche entlastet – immerhin war die Anschaffung des Geräts extrem teuer und man will doch jetzt wirklich nicht seine eigene Kaufentscheidung in Frage stellen. Nein, das will man wirklich nicht.
Ist gespannt auf die Rechtfertigungskommentare der Apple-Freunde,
Frau Hansen.