Freunde, das Ding is abgegeben! Hübsch ist es geworden, daher möchte ich allen zukünftigen Diplomanden was ans Herz legen: Lasst die Arbeiten nicht von den Copyshopamateuren binden, sondern unterstützt das Handwerk. Zum Beispiel die Familie Wehner in der Kurt-Eisner-Straße. Das ist eine Buchbinderei, wie sie im Bilderbuch nicht schöner aussehen könnte mit Buchbindern, wie sie im Buchbinderlehrbuch nicht besser beschrieben sein könnten. Kostet nicht viel mehr als im Copyshop, ist dafür liebevoller, individueller, qualitativ besser und tomatenroter – wenn ihr Tomatenrot mögt. Es gibt sonst auch noch gefühlte dreißig andere Stoffe zur Auswahl. Sieht dann so aus:

"Diplomarbeit mit Ohr und Hand." (Hansen, 2010)

"Diplomarbeit mit Ohr und Hand." (Hansen, 2010)

Jetzt ist es also vorbei und es ist ziemlich schwierig, einen Blogeintrag zu schreiben, ohne sich in Sachen Diplomarbeit selbst zu bemitleiden. Tja. Was macht man da nun. Vielleicht ein lustiges Video:

Haha, da lacht der PC-Nutzer. Tja. Und jetzt? Vielleicht erst mal den Eintrag zum Ende bringen. Reicht ja für den Anfang. Ich kümmere mich um bessere Themen und um Sachen, bei denen ihr was lernen könnt. Versprochen.

Respect to the man in the ice-cream-van. Over and out.

Die Hansen.

 

Freunde, seit heute wird meine Diplomarbeit in Tomatenrot gehüllt und ich werde sie nach meinem wohlverdienten (oh ja…) Urlaub am 8. März abholen, in allen Formen fotografieren und euch am Baby teilhaben lassen. Bis dahin wünsche ich eine gute Zeit. Ihr habt sie euch doch auch verdient jetzt – immerhin habt ihr meine Diplomarbeitsheulerei überlebt. Glückwunsch!

 

Wo ich mich gerade befinde? Zwischen Executive Summary und Abstract meiner Diplomarbeit und zwischen Facebook und Studibums. Wie könnte man den freien Tag schöner verbringen…

Seit heute bin ich jedenfalls an dem Punkt, wo nur noch die Stuckverzierung an der Decke der Diplomarbeit fehlt, aber die ist, wie die Handwerker unter euch wissen, gar nicht so leicht anzubringen. Ich gebe mein bestes und werde wohl bis zum Wochenende immer mal noch ein bisschen nacharbeiten müssen.

Und dann ist da noch der Konflikt der sozialen Netzwerke. Ich habe mich bislang ja gegen Facebook gesträubt, aber die Freizeit und die Freunde bewegten mich dann doch dahin. Und es ist eben doch geiler als StudiVZ. Jetzt bin ich in der verzwickten Lage: Soll ich mich bei StudiVZ löschen oder nicht? Soll ich rauskriegen, was es mit diesen ominösen Spielen bei Facebook auf sich hat und noch mehr Zeit verplempern oder nicht? Soll ich Freundschaften schließen, die im realen Leben undenkbar wären oder sie ablehnen? Soll ich noch mehr Fragen in diesem Blogeintrag stellen oder doch wieder an der Diplomarbeit schreiben? Aaaaaaaaahhh. Das Leben einer Fast-Diplomierten ist also doch härter als gedacht.

 

Herrlich, heute fühlt sich das alles ziemlich gut an. Die Sonne scheint. Okay, es ist arschkalt, aber vielleicht führt gerade dieser Umstand die Meisen endlich zu meinen Knödeln. Zwar nur eine bisher, aber wenn die ihren Kollegen erstmal bescheid sagt, dann kann ich aber mal schön Nachschub holen, Freunde. Die Diplomarbeit ist auf stattliche 82 Seiten angewachsen und: mein Handy ist wieder ganz. In den letzten Tagen war es dann doch mehr Krampf als Erlösung, ohne Handy unterwegs zu sein. Ich weiß nicht, wie oft ich Sätze wie: “Ach, Kristin, jetzt hatte ich ja ganz vergessen, dass dein Handy nicht mehr geht.” oder: “Doch, die Kristin ist da, aber ihr Handy ist doch kaputt – warte, ich reich dich mal rüber.” gehört habe, es war auf jeden Fall ausreichend um zu dem Fazit zu gelangen: Mit Handy is entspannter.

Als kleine Schmonzette in Sachen Handy noch eine Geschichte meiner Kollegin Silke, die am Wochenende versehentlich die Hose samt Handy in die Waschmaschine gesteckt hatte, was ihr aber erst nach dem letzten Schleudergang auffiel:

Ich schrie “Mist, das Handy war in der Waschmaschine!”

Mein Sohn fragt: “Bei wie viel Grad?”

Isch sach: “Bei 40 Grad.”

Der altkluge Sohn antwortet: “Das kann ich dir gleich sagen – 40 Grad ist viel zu heiß fürs Handy!”

Tja, da konnte ich wieder lachen.

Bin dann sofort zu e-plus (weil fünf Tage ohne macht doch Angst!), neues Handy hatte ich noch, SIM funktionierte aber nicht mehr. Neue bekommen, konnte sofort wieder telefonieren – nur waren alle Nummern weg und Fotos etc.

Jetzt, also heute, wollte ich es einfach noch mal probieren, schließe das alte Handy vorsichtig (wegen Angst vor “Kurzem”) an…und…nokia ist sensationell…Handy funktioniert, SIM auch…alles da…und für alle, die jeden Tag was lernen wollen: 40 Grad sind eben doch nicht zu heiß!

Na seht ihr, da haben wir sogar noch was gelernt. In diesem Sinne: Frohes mobiles Kommunizieren!

Kristin

 

Es ist nach wie vor möglich, das Leben ohne Handy. Aber so langsam nervt’s. Ich denke immer noch regelmäßig, dass es klingelt oder dass es vibriert hat, aber das sind nur Täuschungen meines wirren Kopfes. Und dann ist es noch so, dass man ja durchaus per Festnetz oder Email Drehtermine ausmachen kann, aber wie blöd ist es denn bitte, dann sagen zu müssen: “Naja, äh, also wenn sie mich zurückrufen wollen, dann ist das grad eher schlecht, weil ich nie irgendwo lange am Festnetz sitze und mein Handy ist vorübergehend nicht existent.”

Gut, damit kommt man ja klar, aber was echt fies ist, ist, dass die soziale Verrohung in der Diplomarbeitszeit durch den Handymangel ja nur noch verstärkt wird. Man kann ja nicht mal durch SMS-Schreiben prokrastinieren Freundschaften erhalten oder durch erhaltene SMSen denken, dass die Menschheit Anteil am eigenen Leid nimmt. Man ist wirklich ein bisschen raus, was natürlich noch schlimmer wird, wenn die Leidensgenossin derzeit auch keinen regelmäßigen Internetzugang hat. Ach, ach, ach. Schreibt mir doch wenigstens einen Kommentar, bitte.

Gleich noch mal zum Briefkasten rennend (vielleicht ist die SIM-Karte ja doch schon gekommen),

Frau Hansen.

 

Na, woher könnte diese Perle der englischen Sprache stammen? Richtig, aus einem Glückskeks. Die Mutti hat mir vor Silvester zwei mitgegeben, heute sind mir die wieder in die Hände gefallen und ich hab einen geöffnet. Und als hätte es die Mutti oder der Glückskekstextschreiber geahnt, dass ich ihn mitten in der Diplomarbeitsdepression öffne, steht auf dem Zettel:

“Es macht sich stets bezahlt, die Dinge zu Ende zu führen.”

Irre, auch die englische Übersetzung.

Wenn ihr jetzt denkt, och menno, ich will auch einen Glückskeks öffnen, dann macht doch! Hier geht das virtuell und ohne den pappigen Keks essen zu müssen (könnte in meinem Fall daran gelegen haben, dass das Mindesthaltbarkeitsdatum mit 26.12.09 bemessen war).

Übrigens, damit ihr noch was lernt, ich habe im Internet gelesen, dass die Glückskekstradition nicht, wie man glauben mag, aus China kommt. In den USA wurden die Kekse erfunden! So. Lustiges zur Herkunft in diesem kurzen Video, leider finde ich nirgends die Langversion:

Beflissen, jetzt also die Diplomarbeit zu Ende zu führen,

Frau Hansen

 

Ich glaube, ich habe heute und gestern nur so ungefähr zwölfmal das Album “Songs we sing” von Matt Costa gehört, ohne, dass es beginnen würde mich zu nerven. Dafür zolle ich Respekt und spendiere eine audiovisuelle Probe:

Und dann gibt es da noch dieses Lied, dessen Basslauf in der Albumversion noch viel besser ist, Alter. Aber akustisch ist ja auch mal schön, jaja, schön ist das. Schön.

So, und jetzt weiterschreiben, oder putzen, oder was ihr gerade eigentlich machen solltet.

Frau “50 Seiten!” Hansen

EDIT: Mittlerweile sind es sogar 54 Seiten. Was so ein paar Zitate alles ausmachen.

 

Ich schreibe viel gerade, natürlich an der Diplomarbeit, aber “ich schreibe viel gerade” klingt nach großem Roman, deshalb stellt es euch einfach romantischer vor. Ich weiß bereits einiges über Dresden und Krabben und Füchse, denn die wollen für’s Fernsehen präsentiert werden. Ich gehe wenig raus, denn es ist kalt und hier drin ist der Laptop, der gefüttert werden muss. Ich bin jetzt in dem Stadium, wo soziale Beziehungen vor allem online aufrecht gehalten werden müssen. Ich bin auch in dem Stadium, wo man sich die Zeit danach unheimlich schön ausmalt und im Kopf Reisen überall hin bucht und es dann aber nicht macht, weil man da ja ewig nach Hotels gucken müsste und sich Reiseführer kaufen würde.

Ich habe Meisenknödel aufgehängt, aber die Meisen finden den Weg auf den Balkon nicht. Ich würde gern ein neongelbes Futterhäuschen bauen mit Einflugschneise, aber dafür habe ich keine Zeit und keine Muße und bin traurig, dass die Meisen dann jetzt wohl woanders nach Essen kramen müssen. Apropos Meisen und Meisenknödel: Darf man das eigentlich? Vögel im Winter füttern? Ja, darf man, wenn es frostig und verschneit ist, sagt der Nabu und der muss es ja wissen.

Bald gibt’s neue Artikel, auch mit Bild und allem Schnickschnack. Bis dahin frohes Frösteln draußen.

© 2011 verticale Suffusion theme by Sayontan Sinha