Ich weiß nicht, wie es soweit kommen konnte. Da vertritt man als Kind seit Äonen von Jahren eine durchaus trotzige Antihaltung gegen Apple-Produkte jedweder Art, kauft sich sogar nur mit einigermaßen angeknackstem Gewissen ein Samsungs-Smartphone (immerhin sieht es dem iPhone verdammt ähnlich, ist aber natürlich viel smarter und liebenswerter) und findet selbst die iPods mit ihrem iTunes-Zwang nach wie vor unangenehm (was schwer genug ist) – da entwickelt sich das eigene Fleisch und Blut so nach und nach zu einer vorzeigbaren Mac-Familie. Erst freundet sich der Vater mit einem iPhone an (und kann es sogar bedienen, das muss man dazu sagen), dann finde ich im elterlichen Arbeitszimmer, gut versteckt im Schrank, ein MacBook. Was soll man dazu sagen… Vor allem jenes: Dass es doch traurig ist, dass die eigenen Eltern ein bisschen Angst vor der Meinung der Tochter haben und nicht nur die. Daher muss ich für mein Seelenheil folgende Bekanntmachung bekannt machen:
Liebe Alle, die ihr euch von meiner Apple-Phobie eingeschüchtert fühlt: Meine Zuneigung ist unabhängig von euren Besitztümern. Erfreut euch also bitte ungemindert an euren technischen Geräten und bitte, gebt dafür so viel Geld aus, wie es Steve Jobs von euch verlangt. Aber glaubt bloß nicht, ihr kriegt mich auch noch rum. Und fragt mich nie, warum im iPod Alben, die mehr als einen Interpreten haben, nicht zusammenhängend angezeigt werden wie in jedem stinknormalen Windows-Explorerordner, sondern plötzlich in gefühlten fünfzehn Einzelordnern liegen. Da möchte ich gar nicht drüber nachdenken, sonst werde ich am Ende doch noch ärgerlich.
Ich würde mir unterdessen dann mal das hier kaufen:
