Dieses Facebook, ey. Früher hätte ich einfach dieses Schmankerl hier gebloggt. Heute stellt man den Link fix bei Facebook rein, ein paar schmunzeln und dann fragt keiner mehr danach! Aber manche Links sollten für die Ewigkeit an die Wand gemeißelt werden, dazu gehört diese Glosse, die mir zufällig unter kam und mich sehr zum Lachen gebracht hat:

“Man kann es lustig finden, man kann sich darüber aufregen – nur ignorieren kann man es nicht: dass viele Jugendliche nicht mehr in der Lage sind, einen Satz ohne “Alder” oder “Digger” zu beenden. Wer darüber klagt, mag das tun, er muss sich jedoch darüber im Klaren sein, dass Lamentieren nichts nutzt. (…)

Linderung könnte ein Gedankenexperiment schaffen: Vielleicht ist das, was da gesprochen wird, gar keine niedere Sprache – sondern eine höher entwickelte. (…) “Digger” wäre ein Komma, “Alder” ein Punkt (“Diggeralder” folglich ein Semikolon), und “deine Mudder” stünde für das Ausrufezeichen.

Irgendwann werden vielleicht Bücher in dieser Sprache erscheinen, Neuauflagen von Klassikern, inklusive “Es irrt der Mensch Digger solang er strebt Alder” (Goethe), “Gott würfelt nicht deine Mudder” (Einstein). “Sein oder nicht sein Digger das ist hier die Frage Alder” (Shakespeare) und natürlich “Geben Sie Gedankenfreiheit Digger Sire deine Mudder” (Schiller).”

Quelle: “Digger, Alder und die Interpunktion”, Hamburger Abendblatt, 31.05.2011

Nach diesen neuen Regeln der Interpunktion würde sich dieser Blogeintrag übrigens so lesen:

Dieses Facebook Digger ey Alder Früher hätte ich einfach dieses Schmankerl hier gebloggt Alder Heute stellt man den Link fix bei Facebook rein Digger ein paar schmunzeln und dann fragt keiner mehr danach deine Mudder Aber manche Links sollten für die Ewigkeit an die Wand gemeißelt werden Digger dazu gehört diese Glosse Digger die mir zufällig unter kam und mich sehr zum Lachen gebracht hat Alder

  3 Responses to “…und dann fragt keiner mehr danach deine Mudder”

  1. Me no understand ?!?!?!

  2. Gibt es den Artikel auch ohne Abo? Der Link steuert direkt auf eine Paywall…

  3. Es ist verrückt: Sucht man bei Google nach dem Artikel, wird er ohne Probleme kostenlos angezeigt. Will man dann auf den Link klicken, ist er kostenpflichtig. Verstehe einer diese Print-Leute.

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