Manchmal weiß man ja vor lauter Dummheit schon gar nicht mehr, über was man noch so schreiben soll und dann fällt einem das Thema wirklich so einfach vom Küchentisch. In diesem Fall: Das Handy. Im kuschligen Schutz eines Monstertäschchens hat es bislang zirka hundertelf Stürze überlebt. Gestern Abend, beim hundertzwölften, war Schluss. Das Handy hat dank robuster finnischer Baukunst zwar keinen Schaden genommen, die SIM-Karte eigentümlicherweise schon. In keinem Handy des Haushalts funktioniert die noch und bis ich eine neue kriege, können bis zu fünf Tage vergehen. Und das ist jetzt der Selbstversuch: Wie ist das denn, wenn man fünf Tage mal ohne Handy lebt und diplomiert?
Gehyptes Thema, werdet ihr denken, isses ja auch, zumal ich noch nie zu den Handyaddicts gehört habe. Das Gerät an sich verfügt neben einer Taschenlampe (heyyyyy!) über keine nennenswerten Features und meine Handyrechnung steigt nur selten über zehn Euro. Ist also nicht so wild, das alles, aber: Manchmal, da braucht man das ja schon. Wenn Pressesprecher zurückrufen und den Drehtermin bestätigen. Oder wenn man am Treffpunkt steht, aber es kommt niemand, und man muss rauskriegen, ob man jetzt falsch steht oder ob der andere einfach nur zu spät kommt. Oder man ist im Netto und weiß nicht, ob noch fünf Stücken Butter im Kühlschrank sind oder man eine mitbringen sollte. Oder oder oder. Also mal sehen, wie das so wird. Ich werde euch auf dem Laufenden halten.
Übrigens: Einen Vorteil hat die ganze Sache jetzt schon – es wird eine unfreiwillige Telefonnummernbereinigungsaktion. Mit der Karte sind auch meine ganzen Kontakte verschollen und wenn nicht jetzt, wann dann konzentriert man sich bei der neuen Karte auf die wesentlichen Menschen hinter den Nummern.
Festnetztelefonierende Grüße,
Frau Hansen
